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Im Dezember 2000 begaben sich die GUANO APES bei einer Aktion zusammen mit MTV zurück zu "den Roots" und tourten durch die ganz kleinen Clubs. Die Fans konnten sich bewerben und einen "Wunsch-Gig" gewinnen. Folgende Auftrittsorte standen auf der Liste:
Ilona Kleen aus Aurich/Ostfriesland war auf einem der Clubkonzerte in Bremen und hat uns ihre Eindrücke und eine Menge Fotos geschickt. Hier ihr Bericht: 4.
Dezember 2000, Tower Bremen, 21:00 Uhr.Los geht es direkt mit den Guano Apes. Nicht auf den in der letzten Zeit gewohnten Bühnen mit tausenden von Zuschauern, sondern endlich mal wieder auf einer winzigen Bühne, mit wenig Spielraum für die sonst wild rumhüpfenden Sandra am Mikro. Es
waren ca. 400 Fans anwesend in dem prall gefüllten Club, die
es kaum noch abwarten konnten richtig abzufeiern. Einstieg in das fast 2
1/2 stündige Konzert war "Money and Milk". Schon bei
den ersten Songs fing die Masse an zu beben. Hätt ich nicht den sicheren
Platz genau vor den Boxen neben der Bühne gehabt, wäre ich, glaub
ich in dem Gedränge 'fast umgekommen'. Nach der krachenden Phase mit
den Songs wie zum Beispiel "No Speech", "Open your Eyes"
und "Crossing the Deadline" legten die Apes einen kleine
Beruhigungspart ein, in denen sie "Living in a lie", "Rain"
etc. spielten. Doch danach ging es gleich wieder los mit "Move a
little closer" und den allseits bekannten Songs, bei denen man
einfach nicht bewegungslos in der Ecke stehen kann. Unter anderem wurden
dabei auch zwei neue, nicht auf einem Album veröffentlichte und sehr
gut gelungene Titel vorgestellt. Nochmals hören und begutachten können
wir diese ja auf
der Maxi CD von "Dödel up". Aber jetzt zurück
zum Konzert - die Stimmung war schnell auf dem Höhepunkt. Die Apes
tobten, die Fans tobten, ja, der ganze Tower war förmlich am Kochen
und es floss der Schweiss. Man merkte, das alle richtig Spaß
hatten. Zwischen den einzelnen Songs machten die Apes ihre Scherze, jamten
ein bißchen und spielten nicht einfach nur ihr Set, sondern bezogen
das Publikum richtig mit ein. Das ist es, was ein Clubkonzert und besonders
auch die GUANO APES ausmacht. Man vergißt sozusagen die Grenze
zwischen Band und Fans! Das allergeilste war und ist aber, wenn Sandra auf
der Bühne steht, singt und einem dabei direkt in die Augen schaut.
Das Gefühl ist einfach großartig. Viele, die das schon erlebt
haben, wissen wovon ich rede! Nach
vielen Zugaben endete nach fast 2 1/2 Stunden schließlich ein super-
geiles Konzert. Es war bisher mit das Beste Konzert, was ich von insgesamt
11 Auftritten in den letzten 3 Jahren gesehen habe. Man fühlte
sich zurückversetzt in die Anfänge um 1997, als sie fast
noch keiner kannte. Klasse war und ist auf jeden Fall, das die Guano Apes
noch immer soviel "Scheiße" labern und Spaß
anstellen können wie damals. Dieses "persönliche"
habe ich auf den Konzerten auf den großen Open Air-Bühnen oft
vermißt. Im großen und ganzen bleiben Clubkonzerte die
Besten Konzerte, die es gibt, und man kann nur hoffen, das die Apes irgendwann
noch einmal so eine Club-Tour veranstalten.
Das
Video zur Story:
Weitere Fotos von Ilona von den vielen GUANO APES - Konzerten, die sie besucht hat, u.a. Nordhorn, Wiesmoor, Erfurt, Hamburg ... ©
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