Clubtour 2000

Im Dezember 2000 begaben sich die GUANO APES bei einer Aktion zusammen mit MTV zurück zu "den Roots" und tourten durch die ganz kleinen Clubs. Die Fans konnten sich bewerben und einen "Wunsch-Gig" gewinnen. Folgende Auftrittsorte standen auf der Liste:

03.12.2000 LEIPZIG Moritzbastei
04.12.2000 BREMEN Tower
06.12.2000 HEIDELBERG Schwimmbad
07.12.2000 SCHROBENHAUSEN Zoom

Ilona Kleen aus Aurich/Ostfriesland war auf einem der Clubkonzerte in Bremen und hat uns ihre Eindrücke und eine Menge Fotos geschickt. Hier ihr Bericht:



4. Dezember 2000, Tower Bremen, 21:00 Uhr.

Los geht es direkt mit den Guano Apes. Nicht auf den in der letzten Zeit gewohnten Bühnen mit tausenden von Zuschauern, sondern endlich mal wieder auf einer winzigen Bühne, mit wenig Spielraum für die sonst wild rumhüpfenden Sandra am Mikro.

Es waren ca. 400 Fans anwesend in dem prall gefüllten Club, die es kaum noch abwarten konnten richtig abzufeiern. Einstieg in das fast 2 1/2 stündige Konzert war "Money and Milk". Schon bei den ersten Songs fing die Masse an zu beben. Hätt ich nicht den sicheren Platz genau vor den Boxen neben der Bühne gehabt, wäre ich, glaub ich in dem Gedränge 'fast umgekommen'. Nach der krachenden Phase mit den Songs wie zum Beispiel "No Speech", "Open your Eyes" und "Crossing the Deadline" legten die Apes einen kleine Beruhigungspart ein, in denen sie "Living in a lie", "Rain" etc. spielten. Doch danach ging es gleich wieder los mit "Move a little closer" und den allseits bekannten Songs, bei denen man einfach nicht bewegungslos in der Ecke stehen kann. Unter anderem wurden dabei auch zwei neue, nicht auf einem Album veröffentlichte und sehr gut gelungene Titel vorgestellt. Nochmals hören und begutachten können wir diese ja auf der Maxi CD von "Dödel up". Aber jetzt zurück zum Konzert - die Stimmung war schnell auf dem Höhepunkt. Die Apes tobten, die Fans tobten, ja, der ganze Tower war förmlich am Kochen und es floss der Schweiss. Man merkte, das alle richtig Spaß hatten. Zwischen den einzelnen Songs machten die Apes ihre Scherze, jamten ein bißchen und spielten nicht einfach nur ihr Set, sondern bezogen das Publikum richtig mit ein. Das ist es, was ein Clubkonzert und besonders auch die GUANO APES ausmacht. Man vergißt sozusagen die Grenze zwischen Band und Fans! Das allergeilste war und ist aber, wenn Sandra auf der Bühne steht, singt und einem dabei direkt in die Augen schaut. Das Gefühl ist einfach großartig. Viele, die das schon erlebt haben, wissen wovon ich rede!

Nach vielen Zugaben endete nach fast 2 1/2 Stunden schließlich ein super- geiles Konzert. Es war bisher mit das Beste Konzert, was ich von insgesamt 11 Auftritten in den letzten 3 Jahren gesehen habe. Man fühlte sich zurückversetzt in die Anfänge um 1997, als sie fast noch keiner kannte. Klasse war und ist auf jeden Fall, das die Guano Apes noch immer soviel "Scheiße" labern und Spaß anstellen können wie damals. Dieses "persönliche" habe ich auf den Konzerten auf den großen Open Air-Bühnen oft vermißt. Im großen und ganzen bleiben Clubkonzerte die Besten Konzerte, die es gibt, und man kann nur hoffen, das die Apes irgendwann noch einmal so eine Club-Tour veranstalten.

Ja, das war's. Es ist auch ein wenig schwer, das alles - die Stimmung und Atmosphäre - rüberzubringen. Man muß so etwas einfach miterleben und ich kann jedem Fan nur empfehlen, wenn sie/er eine Gelegenheit bekommt, gerade die "spezielle" Nähe eines Clubkonzerts mit den GUANO APES zu besuchen. Soweit ...

Viele Grüße an alle
GUANO APES-Fans
Ilona


Das Video zur Story:

5 Min. (4 MB)


Weitere Fotos von Ilona von den vielen GUANO APES - Konzerten, die sie besucht hat, u.a. Nordhorn, Wiesmoor, Erfurt, Hamburg ...

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